Welthundetag: Frag nicht, was dein Hund für dich tun kann …

Welthundetag, ein sehr inniges Bild. Der Hund berührt den Menschen liebevoll im Gesicht

Inhalt

Am 10. Oktober ist Welthundetag.

Ein Tag, an dem wir unsere Hunde feiern. Und meistens geht es dabei auch darum, was Hunde alles für uns Menschen tun.

Und das ist eine ganze Menge.

Sie bringen uns raus, auch wenn das Wetter wenig einladend ist. Sie sorgen für Bewegung und Gesellschaft. Sie bringen uns zum Lachen, sind einfach da und für viele Menschen wichtige Sozialpartner.

Es gibt Untersuchungen dazu, dass der Kontakt mit Hunden Stress reduzieren und sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken kann.

Aber zum Welthundetag können wir die Sache ja einmal umdrehen.

Ein berühmter Satz von John F. Kennedy beginnt mit den Worten:

„Frag nicht, was dein Land für dich tun kann …“

Also frage ich heute:

Frag nicht nur, was dein Hund für dich tun kann. Frag dich auch: Was kannst du für deinen Hund tun?

Schau deinen Hund wirklich an

Hunde reden ständig mit uns. Nur eben nicht mit Worten.

Ein Blick zur Seite, ein kurzes Erstarren, die Ohren verändern ihre Position, der Körper wird plötzlich angespannt. Oft sind es kleine Signale, mit denen ein Hund zeigt: Das hier ist mir gerade nicht geheuer.

Du musst nicht warten, bis dein Hund bellt, flüchtet oder völlig außer sich ist.

Je früher du seine Signale erkennst, desto eher kannst du ihm helfen.

Nimm seine Gefühle ernst

Angst ist kein Ungehorsam.

Ein Hund, der Angst hat, will dich nicht ärgern. Und er muss auch nicht einfach „da durch“.

Das gilt für den Hund, der sich vor dem Staubsauger verkrümelt, genauso wie für den Tierschutzhund, der vielleicht mit ganz alltäglichen Dingen überfordert ist.

Manchmal ist die beste Hilfe erstaunlich unspektakulär: Abstand schaffen. Die Situation leichter machen. Und dem Hund Zeit geben.

Gib ihm diese Zeit

Wir Menschen haben oft einen Plan.

Der Hund soll mit ins Café, entspannt Auto fahren, Besucher freundlich begrüßen und natürlich problemlos an anderen Hunden vorbeigehen.

Vielleicht kann dein Hund das irgendwann alles.

Vielleicht braucht er dafür aber kleinere Schritte, als du dir vorgestellt hast.

Lass dir Zeit. Und lass deinem Hund Zeit.

Berührung ist keine Selbstverständlichkeit

Wir streicheln unsere Hunde, weil wir sie gernhaben. Für uns ist Berührung ein Zeichen von Zuneigung.

Aber empfindet dein Hund das in diesem Moment genauso?

Genau diese Frage spielt für mich bei der Tellington TTouch Methode® eine wichtige Rolle. Berührung ist ein Angebot. Ich beobachte, wie der Hund darauf reagiert, und passe meine Berührung an.

Manchmal braucht es nicht mehr Druck, sondern weniger.

Gerade bei unsicheren oder ängstlichen Hunden kann daraus eine ganz neue Form der Kommunikation entstehen.

Macht etwas gemeinsam

Gemeinsame Beschäftigung muss nicht höher, schneller und weiter bedeuten.

Bei der Tellington TTouch Bodenarbeit geht es zum Beispiel nicht darum, einen Parcours möglichst schnell und perfekt zu bewältigen.

Der Hund bewegt sich langsam und bewusst durch verschiedene Bodenhindernisse. Dabei kann er neue Bewegungsmuster ausprobieren und sein Körpergefühl verbessern. Gleichzeitig lernst du, ihn so zu führen, dass ihr die Aufgabe gemeinsam bewältigt.

Das sieht manchmal ziemlich unspektakulär aus.

Und genau das darf es auch sein.

Am Welthundetag kannst du mich live erleben

Dieses Jahr freue ich mich besonders auf den Welthundetag.

Am 10. Oktober 2026 bin ich beim Hundetag in Rüdersdorf dabei.

Du findest mich dort an meinem Stand und kannst die Tellington TTouch Methode kennenlernen. Ich zeige außerdem Bodenarbeit und bin mit einem kurzen Programm auf der Bühne.

Wenn du in der Nähe bist, komm gern vorbei. Schau dir die Bodenarbeit an, sprich mich an und frag mich ruhig Löcher in den Bauch. Ist übrigens eine coole Location und immer einen Ausflug wert.

Denn vielleicht ist das eine ziemlich gute Art, den Welthundetag zu verbringen: unseren Hunden nicht nur dafür zu danken, was sie für uns tun.

Sondern uns zu fragen:

Was kann ich heute für meinen Hund tun?

Die Antwort muss gar nichts Großes sein.