Tellington TTouch – eine Kurzeinführung

TTouch

Tellington TTouch ist eine sanfte Methode von Körperarbeit und Bewegungsübungen.
Sie hat einen positiven Einfluss auf Verhalten und Wohlbefinden und vertieft ganz nebenbei auch noch die Beziehung zwischen Tieren und ihren Menschen.

Der TTouch ist eine Kombination aus hebenden, kreisenden und streichenden Bewegungen. Diese Bewegungen werden mit den Fingern und den Händen – ganz sanft – am Körper des Hundes ausgeführt.
Mit den einfühlsamen Berührungen und dem Führen durch einen Lernparcours, können wir die Körperhaltung, so wie das Körpergefühl des Hundes verbessern.

Warum ist das so?

Entspannung durch TTouch
Entspannung durch TTouch

Die Bewegungen des Tellington TTouch wirken auf die Zellen der Haut und Unterhaut ein. Dabei leiten Rezeptoren den Sinnesreiz über Nervenfasern an das Gehirn weiter.
Das Gehirn und der Körper sind untrennbar miteinander verbunden. Dadurch befinden sie sich in einem permanenten Austausch von Gedanken und Gefühlen.
Das heißt, die Zellen werden fortlaufend vom Gehirn informiert und geben andersherum auch sämtliche Informationen, über das was ihnen widerfährt, an das Gehirn zurück.

Die Kreise des Tellington TTouch

TTouch Griff in Aktion
TTouch Griff in Aktion

Die kreisenden Bewegungen des Tellington TTouches werden in 1 1/4 Kreisen mit der Hand ausgeführt. Dadurch aktivieren sie das parasympathische Nervensystem.
So werden – messbar – der Blutdruck, Herzschlag und die Atemfrequenz ins Gleichgewicht gebracht.
Stress wird reduziert und der Körper kann sich entspannen.
Ein entspannter Körper sendet selbstverständlich andere Signale an das Gehirn, als ein hochgradig erregter und verspannter.

Dafür haben wir hier eine kleine Übung zum ausprobieren.

Zunächst solltet ihr:

  • Aufstehen
  • Füße eng zusammenstellen
  • alle Muskeln anspannen
  • Fäuste ballen
  • Atem für ca.10 Sekunden anhalten

Und jetzt stelle man sich vor, man würde häufig, permanent oder situativ genau das tun. Wie fühlt sich das wohl an?

Und deshalb könnt ihr jetzt:

  • Atmen
  • einen Schritt zur Seite machen
  • Muskeln lockern
  • Fäuste lösen

Und wie ist es jetzt?

Die Übung ist natürlich nur eine kurze Momentaufnahme von Anspannung. Die hält, ganz klar, jeder mal aus.
Anders sieht es dann bei Hunden aus, die wie oben geschrieben, häufig oder gar permanent in solch einem angespannten Zustand sind.

Diese Anspannung zeigt sich dann oft in ganz verschiedenen Verhaltensmustern. Da wären z.B.

  • Ängstlichkeit
  • Nervosität und Unruhezustände
  • Aggression
  • zappliges bis hyperaktives Verhalten
  • Berührungsempfindlichkeit
TTouch soll für Entspannung sorgen
Entspannung ist das Ziel

Diesen Verhaltensweisen gehen natürlich oft einschneidende Erlebnisse voraus. Das Gehirn speichert diese ab, leitet weiter und der Körper tut es dem Gehirn dann langfristig gleich.
Ein Grund warum Tellington TTouch und andere Entspannungsmethoden, sich wunderbar mit dem Hundetraining ergänzen! Können wir die körperlichen Blockaden und Verspannungen lösen, wirkt sich dies natürlich extrem positiv auf das Lernverhalten aus.

Im nächsten Artikel werden wir uns mit den Körperbandagen befassen. Sie gehören, ebenso wie die Bodenarbeit, zum Tellington TTouch und bewirken manches mal gar erstaunliches.

Ihr wollt sofort mehr über TTouch erfahren?

Mehr Informationen und Praxis bekommt ihr natürlich in unseren Seminaren. Die findet ihr HIER.
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